Der ruhige garten

Le jardin calme

Dieser Garten hat für lange Zeit unsere Träume heimgesucht, in dem er hundert Mal sein Gesicht wechselte. Wir brauchten hier einen müssigen Garten, wo die Blicke sich ausruhen und vor sich hin trödeln. Ein Garten, in dem nichts die schweifenden Gedanken aufhält. Man sollte meditieren und die Zeit zerrinnen lassen können. Alles ging von einem armseeligen, einwenig unschicklichen Baum aus; den wir aber auf jeden Fall erhalten wollten, der jegliche Symetrie verbot. Da wir auch nie daran zu denken gewagt hätten einen japanischen Garten anzulegen, liessen wir uns von alten Kupferstichen anregen; die mit Ruhe erfüllt waren. Wir haben Berge versetzt, Laubwerk und Bodenbedecker bevorzugt und uns das Wasser vorgestellt, das uns fehlte und zu guter letzt einige Blumen ausgesucht : Kamelia, Prunus, Cistena, Magnolia, Azaleen, Buschpfingstrosen und den erstaunlichen Prunus incisa “Kojo No Mai”. Die grossen Hygrangeas behielten den beschützenden Schatten der Esche. Unter dem Nussbaum beginnen einige japanische Gewächse eine Sammlung zu bilden : hydrangea serrata Kiyosumi, Kurenai Nishiki, Beni-yama, Hanabi.